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Neuer Benutzer
Registriert seit: 15.06.2009
Beiträge: 3
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Das von uns soeben gekaufte Haus Bj 1978, Fenster 1998, Dachdämmung 10 cm, Wanddämmung (zweischalige Bauweise 10 cm), hat eine Ölheizung und verbraucht für Heizung und Warmwasser (3 Personen) in den letzten Jahren auf 220m² Wohnfläche 3500l durchschnittlich.
Wir würden die Heizung gerne umrüsten: Idee: Pellet-Heizung mit 1000l-Pufferspeicher und Heizungsunterstützung durch Solarmodule auf dem ideal ausgerichteten Dach (Süden, Neigung 45 Grad) und Kaminofen mit Wassertasche. Alternativ denke ich an die Sunmachine (Mikroblockheizkraftwerk für Pellets mit Stirlingmotor). Da hätten wir gerne die Meinung des Fachmannes. Ist der Schritt, Heizungsumrüstung richtig, oder ist Wärmedämmung wichtiger? Sind Pellets der Verwendung von Öl oder Flüssiggas vorzuziehen? Ist die Sunmachine ausgereift oder sollen wir die etwas konventionellere Lösung mit Pelletkessel, Puferspeicher und Solarkollektoren vorziehen? |
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Moderator
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Beiträge: 362
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Hallo dborrmann,
also, das sind viele Fragen auf einmal! Generell ist eine solch komplexe Fragestellung eher was für den Fachmann vor Ort. Leider ist mein Redaktions-Kollege aus dem Bereich Haustechnik gerade im Urlaub. Ich werde ihm ihre „Idee“ noch einmal vorlegen und melde mich dann noch einmal. Zunächst jedoch Folgendes: Als Architekt würde ich immer zunächst die Bausubstanz hinsichtlich der Energieeffizienz untersuchen. Was nützt die modernste Heizungsanlage, wenn die Gebäudehülle die modern erzeugte Wärmeenergie wieder rauslässt? Sind die genannten 10 cm beim Wandaufbau die Dämmstoffdicke? Als Kerndämmung oder als von außen aufgebrachte Dämmplatte? Erst wenn man zu dem Schluss kommt, dass die vorhandene Dämmung ausreichend ist und eine höhere Energieeffizienz nur durch Einbau einer moderneren Heizungsanlage möglich ist, sollte man sich die Fragen nach den unterschiedlichen Modernisierungsvarianten stellen. Wie gesagt, später mehr.
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Dieter Ehlers Dipl.-Ingenieur, Architekt www.frag-einen-bauprofi.de www.bauemotion.de |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 15.06.2009
Beiträge: 3
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für die Antwort. Ich halte das für sehr hilfreich und es deckt sich mit meinen Vorstellungen. Komplexe Fragestellungen müssen durch einen Fachmann begutachtet werden. Ich werde auf jeden Fall über den Verlauf berichten.
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Moderator
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Beiträge: 362
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Hallo dborrmann,
hier wie versprochen die Antwort meines Fachkollegen: Der Verbrauch der Ölheizung setzt sich aus den Anteilen für Warmwassererzeugung und Heizung zusammen. Sofern es sich um einen alten Ölheizkessel handelt, ist der Wirkungsgrad sicher nicht überragend, d.h. es treten hohe Wärmeverluste auf. Für eine Modernisierung bietet sich neben den von Ihnen beschriebenen Systemen auch ein Austausch des Heizkessels gegen ein modernes Brennwertgerät an. Dies wäre sicher die günstigste Lösung bezüglich der Investitionskosten und würde bereits zu einer beträchtlichen Brennstoffkosteneinsparung führen. Nicht vergessen sollten wir in diesem Zusammenhang auch die Wärmepumpe, bei ausreichend hoher Leistungzahl und niedrigen Systemtemperaturen sicher auch eine Alternative. Die Variante Pellet-Heizung in Kombination mit Solar und Einbindung eines Kaminofens ist sicher eine interessante Alternative. Allerdings ist die Einbindung und Regelung der drei unterschiedlichen Wärmeerzeuger sehr komplex und eine zufriedenstellende Funktion nur nach sorgfältiger Anlagenplanung erreichbar. Zudem dürfte sich trotz Einsparung bei den Brennstoffkosten solch eine Anlage kaum in den nächsten 20 Jahren amortisieren. Ob perspektivisch Pellets eine günstiger Brennstoff sein werden kann Ihnen heute niemand garantieren. Zum Mikroblockheizkraftwerk würde ich nur raten, wenn Sie eine hohe Betriebsstundenzahl im Jahr erreichen können. Beispielsweise durch Nutzung der erzeugten Wärme z.B. für eine Poolbeheizung. Bei geringer Nutzungszeit führen die Investitions- und Wartungskosten zu hohen absoluten Wärmekosten Fazit: In Abhängigkeit des derzeitigen Wärmeerzeugers (wirklich 30 Jahre alt?) würde ich bei begrenztem Budget diesen gegen ein modernes Brennwertgerät austauschen. Außerdem sollten sämtliche Verteilleitungen bezüglich der Dämmung inspiziert werden. Eine ggf. vorhandene Zirkulation wäre zu prüfen und zu optimieren. Weitere Einsparungen lassen sich durch eine zeitgemäße Regelung und Optimierung der Betriebstemperaturen sowie einen korrekter hydraulichen Abgleich erzielen. Mit den dann eingesparten Investitionskosten würde ich beginnen, die Dämmschwachstellen Ihres Hauses zu beseitigen. Welche das sind und wie viel dies im einzelnen kostet sollten Sie im Gespräch mit einem Fachmann ausloten.
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Dieter Ehlers Dipl.-Ingenieur, Architekt www.frag-einen-bauprofi.de www.bauemotion.de |
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| heizungsumrüstung, pellet, pufferspeicher, solar, sunmachine |
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