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Neuer Benutzer
Registriert seit: 20.12.2008
Beiträge: 9
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Sehr geehrter Bauexperte,
wir möchten ab März 2009 ein neues EFH im toskanischen Stil (ohne Keller) bauen und stehen jetzt vor der Entscheidung welches Heizsystem wir installieren sollen. Das Haus hat eine Wohnfläche von ca. 150 qm. Folgende Eckpunkte haben wir bereits schon überlegt: - Der Bau eines Grund- bzw. Kaminofen ist geplant - Außerdem möchten wir gerne für das zusätzliche Heizsystem eine Fußbodenheizung verlegen - Über die Art der zusätzlichen Heizung sind wir noch unentschlossen. Da im Winter immer mit dem Ofen geheizt werden soll muss die Zusatzheizung nur so ausgelegt sein, dass damit das Haus in den Übergangszeiten im Herbst und Frühjahr optimal beheizt werden kann. Daher sollten auch die Kosten für das Zusatzsystem im Rahmen bleiben. Folgende Systeme stehe z. Zt. bei unseren Überlegungen an den obersten Plätzen: 1) Solaranlage mir Heizungsunterstützung (ca. 12 qm Kollektorfläche möglich) in Verbindung mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (dürfte eine kostengünstige Methode sein!) 2) Erdreich-Wasser-Wärmepumpe mit sog. Energiekörbe (Was halten Sie davon?) bzw. Flächenkollektoren (Grundstücksgröße ca. 1200 qm) 3) Erdreich-Wasser-Wärmepumpe mit sog. Energiekörbe bzw. Flächenkollektoren (Grundstücksgröße ca. 1200 qm) in Verbindung mit einer Solaranlage mir Heizungsunterstützung Könnten Sie uns bitte einen kurzen Überblick geben mit welchen Kosten wir in der Anschaffung für die einzelnen Systeme rechnen müssen. Außerdem interessiert uns, ob sich die Betriebskosten der Systeme stark unterscheiden würden. Generell sind wir auch offen für weitere Heizsysteme falls Sie kostengünstigere bzw. bessere Möglichkeiten sehen. Allerdings gibt es bei unserem Bauplatz keinen Gasanschluss und eine Ölheizung möchten wir nicht installieren. Vielen Dank für Ihre Mühe bereits im Voraus. MfG A.Stern |
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Moderator
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Beiträge: 362
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Hallo Frau/Herr (?) Stern,
Aus Ihren Schilderungen lässt sich entnehmen, dass Sie sich schon detailliert Gedanken gemacht haben und ich kann Ihren Überlegungen zustimmen. Unbedingt realisieren sollten Sie im gesamten Haus eine Fußbodenheizung, um später die Anlage mit einer möglichst niedrigen Systemtemperatur betreiben zu können. Nur dann lassen sich z.B. auch Solarkollektoren effektiv zur Heizungsunterstützung einsetzen. Allerdings ist Ihre Wunschkombination mit Solarkollektoren, Wärmepumpe und Heizkamin auch der "Mercedes" unter den Anlagenkonzepten und mit hohen Investitionskosten verbunden. Dabei ist die Version mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe gegenüber einer Sole-Wasser-Wärmepumpe sicher günstiger. Zu den Kosten verweise ich auf Vergleichsrechnungen, die verschiedene Heizsystemhersteller veröffentlichen. Bei einer Nutzfläche von 162 m2 und einem berechneten Jahresheizwärmebedarf von 63,5 kWh/m2*a für Heizung und 12,5 kWh/m2*a für Trinkwarmwasserbereitung liegen die Investitions- und Verbrauchskosten sowie der CO2-Ausstoss für ein neues Wohngebäude in etwa in folgendem Verhältnis (Quelle Buderus, Datenbasis 2008, ohne Wärmeverteilung, in Klammern Werte bei Berücksichtigung der 2008 geltenden Förderungen): System 1: Brennwertheizkessel mit Warmwasserspeicher (Standard) Investition = 100 Verbrauch = 100 CO2 = 100 System 2: Luft-Wasser-Wärmepumpe, monovalent Investition = 220 Verbrauch = 60 CO2 = 85 System 3: Sole-Wasser-Wärmepumpe Investition = 260 (230) Verbrauch = 50 CO2 = 70 System 4: Sole-Wasser-Wärmepumpe + Solaranlage Investition = 300 (270) Verbrauch = 50 CO2 = 60 Die Entscheidung zugunsten eines Heizsystemes wird sicher davon abhängen, wie wichtig Ihnen Umweltfreundlichkeit, innovative und zukunftsichere Technik, Investitionskosten oder Verbrauchskosten sind. Da beim Hausbau die Investitionskosten meist im Vordergrund stehen, würde ich persönlich zu System 2 bei Kombination mit einem wasserführenden Heizkamin tendieren. Zusätzlich sollten dabei alle notwendigen Installationen zur späteren Nachrüstung von Solarkollektoren berücksichtigt werden. Zur genauen Kostenanalyse wäre es angebracht einen unabhängigen Fachmann, z.B. einen erfahrenen Heizungsbauer oder Energieberater, zu Rate ziehen. Dieser berechnet die Heizlast jedes einzelnen Raumes und des gesamten Gebäudes. Nur mit diesen Werten lassen sich die Heizflächen, z.B. Fußbodenheizung oder Heizkörper und der benötigte Wärmeerzeuger genau auslegen. Der Kaminofen wird dabei i.d.R. nicht berücksichtigt. Wenn Sie den geplanten Kaminofen im Winter kontinuierlich betreiben und wirklich Solarkollektoren zur Heizungsunterstützung einsetzen wollen, empfiehlt sich ein Anlagenkonzept mit zentralem Multifunktionsspeicher. Dabei wird ein wasserführender Heizkamin eingesetzt. Das Konzept setzt auf drei Heizquellen: wasserführender Heizkamin, Solarkollektoren und die eigentliche Hauptheizung, z.B. der Luft-Wasser-Wärmepumpe. Unter http://www.heinze.de/hbo/typID_113/obID_2831000/kustnr_317/module_2000/modulePageID_1/context_10/weitere-produkte.html stellt zum Beispiel die Firma Kago unter dem Namen "Das Vier-Jahreszeiten-Energiekonzept" so ein System vor. Ein Rat zum Schluss. Egal welche Anlagenkonfiguration Sie wählen, die optimale Regelung der unterschiedlichen Anlagenkomponenten ist ein wichtiger Aspekt um die geplanten Wirkungsgrade zu erreichen.
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Dieter Ehlers Dipl.-Ingenieur, Architekt www.frag-einen-bauprofi.de www.bauemotion.de |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 08.01.2009
Beiträge: 12
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Heizungsauswahl-tip für die omnipräsente Fam. „ Astern „
Zur Philosophie gehört m.e. Massives Haus ohne KG mit guter Aussendämmung ( Siehe „ Aussenwände „ … ) Dreischeibenverglasung , gute Fenster- und Türprofile , Bodenplatte steht auf einer dicken Primeterdämmung , darunter Kies- / Lava-packung , habe auch schon aus Foamglas gesehen , gut gedämmter Dachstuhl Gute Lage der Rolladenkästen , gute Detaillösungen und gute Handwerkereinweisung / Kontrolle der Dampfsperren . Ziel : Luftdrucktest ( BDT ) Wie Kollege Ehlers schreibt : Unbedingt im gesamten Haus eine Fußbodenheizung auslegen , um später die Anlage mit einer möglichst niedrigen Systemtemperatur betreiben zu können. Nur dann lassen sich z.B. auch Solarkollektoren effektiv zur Heizungsunterstützung einsetzen. 1.Wärmequelle : Abluft- /Wasserwärmepumpe im Hausanschluß- oder Hauswirtschaftsraum : Einfamilienhaus entlüften und die zurückgewonnene Wärme wird genutzt um einen Warmwasserspeicher und die Heizung zu versorgen . --- Leider wissen wir die Größe Ihrer Familie nicht … ( wegen Größe des emaillierten WW-Speichers ) ; Zuluft-Belüftung über Nachströmventile in der Außenwand und durch Filter gereinigt . Der WW-Speicher ist meißt zusammen mit der WP . 2.Wärmequelle : Kaminofen mit Wassersatz 3.Heizungspufferspeicher : WP heizt in den Pufferspeicher , in den auch Ihr Holzkaminofen mit seinem Wassersatz / Abgaswassersatz heizt . Dann erst geht die Wärme in die Fußbodenheizung . Der Pufferspeicher kann jetzt schon einen Solarwärmetauscher unten drin haben , für Ihre möglichen Solar-Kollektoren , für die Sie Vorinstallation zum Dach verlegen lassen können : Blitzschutzleerrohr , Steuerkabellehrrohr , Temperaturmeßkabelleerrohr , Leitungen für Vor- und Rücklauf . Wenn Sie Genaueres erfahren möchten , unter heinze.de oder Ph.Prinz 0228-664905 bei der „Suche“, mfG , Bonn , 12.01.2009
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