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Alt 22.08.2008, 10:36   #1 (permalink)
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Beiträge: 3
Standard Frostschäden am Klinkersockel

Die Fassade unseres Hauses (Baujahr ca. 1965) ist verputzt (Rauhputz) und hat als Abschluss nach unten den üblichen Klinkersockel. Im Eingangsbereich, insbesondere rechts und links an den Ecken der Türlaibung, zeigen sich an den Klinkern zunehmend "bröckelnde" Stellen, die ich als Frostschäden einstufe.
Die betroffenen Bereiche sind bei Regen besonders dem Spritzwasser ausgesetzt, der Hauseingang ist an der Giebelseite (Nord-Ost) und nicht separat überdacht.
Was kann man also tun, um
1. Solcherlei Schäden in Zukunft zu vermeiden und
2. die bereits beschädigten Klinker zu ersetzen bzw. zu verfestigen

Was ist überhaupt die Ursache für derlei Frotsschäden an Klinkern, die ja landläufig als "frostsicher" gehandelt werden.

Gruß vom
BauLaien
BauLaie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2008, 09:12   #2 (permalink)
Moderator
 
Registriert seit: 01.08.2008
Beiträge: 362
Standard

Hallo BauLaie,
auch „frostsichere“ Klinker unterliegen einem Alterungsprozess, so dass nach über 40 Jahren die Witterung ihre Spuren hinterlässt. Auch unterschiedliche Klinkerqualitäten können eine Rolle spielen. Die abgängigen Stellen können auch durch schadhafte Fugen, in die Wasser eindringen kann, verursacht sein.

Meine Empfehlung:
  • Fehlstellen im Mauerwerk (also im Stein und Fugenbereich) suchen und den Stein vom Fachmann austauschen bzw. bei schadhaften Fugen nachfugen lassen.
  • Das gesamte Mauerwerk durch eine sogen. Hydrophobierung gegen das Eindringen von Wasser schützen. Näheres zum Thema Hydrophobieren siehe Erläuterungen im Baulexikon des HeinzeBauOffice: http://www.heinzebauoffice.de/hbo/ty...kriterien.html . Dort lassen sich auch unter dem Stichwort „Hydrophobierungsmittel“ geeignete Produkte finden.
  • Optimal wäre der Einbau eines Kiesbettes von ca. 30 cm Tiefe rund um das Gebäude. Hierin versickert das Niederschlagswasser und staut nicht auf. So bleibt kein Wasser am Sockel stehen, welches gefrieren und so Frostschäden verursachen könnte. Außerdem verhindert der Kies, dass Regenwasser seitlich gegen das Mauerwerk spritzt.
__________________
Dieter Ehlers
Dipl.-Ingenieur, Architekt
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