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Neuer Benutzer
Registriert seit: 27.07.2009
Beiträge: 7
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Hallo,
im Winter stelle ich seit zwei Jahren (solange haben wir das Haus nun) fest, dass die oberen Räumen immer kälter sind als die unteren - und das obwohl überall Heizkörper eingebaut und auch in Betrieb sind. Nun habe ich vermutet das die nicht gedämmte Geschossdecke zum Speicher vermutlich die Kälte vom Speicher "runterfallen" und die Wärme vom Obergeschoss nach oben durchlässt. Da der Speicher gerade nur so hoch ist, dass man gebückt gehen kann, wird er auch nur als Ablageort für Kartons, Koffer und andere Dinge, die man selten benötigt, verwendet. Wird also niemals direkt beheizt. Einer der beiden vorherigen Eigentümer hat mal mit einer Dachdämmung begonnen. Die ist aber mehr halbherzig gemacht worden, weil dort alukaschierte Dämmwolle verwendet wurde, die aber teilweise Löcher hat und/oder nicht richtig an die Balken getackert wurde bzw. an einigen Stellen auch nicht richtig an den Balken anliegt. Nun wollte ich die Geschossdecke dämmen, damit die Wärme nicht mehr in den Speicher abziehen kann und die Kälte von oben nicht mehr in das Geschoss "fallen" kann. Wie wäre da nun vorzugehen? Ich hatte mir folgende Konstruktion gedacht: - Dampfbremse o. Sperre(?) - Holzbalkenkonstruktion - Steinwollplatten (Rockwool etc.) - 19mm Verlegespanplatten oder OSB-Platten Die Geschossdecke selbst ist aus Beton bzw. Estrich (das kann ich leider nicht so genau feststellen. Die beiden Giebelwände sind von innen auch nicht verputzt (man guckt also auf die Steine mit den Mörtelfugen) und von Aussen "nur" mit Schiefer abgedeckt. Hier stellt sich die Frage, ob hier auch noch zuerst was gemacht werden muss, oder ob die Geschossdämmung (also die Balkenkonstruktion) direkt bis an die "nackten" Giebelwände stossen kann. Ist mein Vorgehen so in der Art generell machbar, oder besteht die Gefahr von Feuchtigkeit und Schimmel? Muss die Dämmung im Dach rausgeholt werden, oder kann diese so bleiben? Leider ist das Internet voll von verschiedenen Meinungen und vor lauter Lesen weiss ich nicht mehr so ganz wo mir der Kopf steht ;-) Gruß, Sven Geändert von pulsum (27.07.2009 um 23:29 Uhr) |
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Moderator
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Beiträge: 362
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Hallo Sven,
diese Situation findet sich auf vielen Dächern. Der Eigentümer weiß, dass er dämmen sollte, aber nicht wo und wieviel und dann wird selbst irgendwas gemacht. Darum sollten Sie die alte Dämmung entsorgen, damit der Dachraum wieder gut durchlüftet ist. Dann können Sie die Dämmung, so wie Sie es vorhaben, ohne Dampfsperre direkt auf den Betonboden legen. Die Steinwolle ist diffusionsoffen und wird evtl. entstehende Feuchtigkeit durch lassen, die Spanplatten tun das auch, bei OSB-Platten ist das nicht so sicher. An der Außenwand arbeiten Sie die Dämmung sauber an, mehr können Sie da nicht tun. Hier würde nur eine Außendämmung helfen, die über die Ebene der Dachdämmung hinausreicht und die Wärmebrücke an der Decke beseitigt. Wenn Sie weitere Tipps zu Baustoffen suchen schauen Sie doch mal wieder unter: bauen und modernisieren in Haus und Garten - bauemotion.de rein. Da gibt es immer wieder was Neues zu entdecken.
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Dieter Ehlers Dipl.-Ingenieur, Architekt www.frag-einen-bauprofi.de www.bauemotion.de |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 27.07.2009
Beiträge: 7
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Hallo, vielen Dank für die Antwort. Zur Entsorgung habe ich noch eine Frage: Wie entsorgt man die alte Glaswolle? In Säcke gestopft zur Deponie, oder gehört das in einem Container? Danke auch für den Link. Sieht interessant aus und ich werde mich dort mal ein bischen einlesen. Gruß, Sven
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#4 (permalink) |
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Moderator
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Beiträge: 362
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Hallo Sven,
beide Wege sind möglich. Bitte achten Sie darauf, bei der Entsorgung einen Atemschutz zu tragen.
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Dieter Ehlers Dipl.-Ingenieur, Architekt www.frag-einen-bauprofi.de www.bauemotion.de |
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#5 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 27.07.2009
Beiträge: 7
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Hallo,
tut mir leid das ich das Thema nochmal "hochhole", aber es haben sich hier doch noch Fragen ergeben. Leider haben wir es vor dem Winter nicht mehr mit den Dämmung geschafft, aber nun werden wir es angehen. Als ich vor Kurzem einen Dachdecker (der meine undichte Stelle in der Regentraufe reparierte) fragte was er hier vorschlagen würde, hat er ebenfalls zur Dämmung der Geschossdecke geraten. Allerdings war er der Meinung, dass man eine Folie drunterlegen sollte, da die Feuchtigkeit sonst in die Steinwolle ziehen und diese dann nass würde. Nachbarn (zwei Häuser weiter) haben auch eine Folie druntergelegt. Also mit den Folien unter den Dämmungen scheint es verschiedene Meinungen zu geben. Einerseits kann ich verstehen, dass die Steinwolle nicht nass werden soll, aber andererseits verstehe ich auch, dass die Feuchtigkeit aus den Räumen darunter nach oben abgegeben werden soll, damit die durchs Dach via Belüftung "entsorgt" wird. Ist das mit der Folie eine Glaubenssache, oder was könnte dahinterstecken? Gruß, Sven |
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#6 (permalink) |
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Moderator
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Beiträge: 362
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Hallo Sven,
eine Glaubenssache sollte es nicht sein. Eher kann man von Erfahrung sprechen, die natürlich eine genaue bauphysikalische Berechnung nicht ersetzen kann. Die Erfahrung sagt, dass bei einer Dachdecke aus Beton und einem belüftetem Dachraum darüber, keine "Folie" unter der Dämmung notwendig ist. Die Decke selbst wird kaum Feuchtigkeit durchlassen, sondern den wirklichen Überschuss speichern und in den warmen Monaten des Jahres wieder abgeben. Wenn Sie unsicher sind, beauftragen Sie einen Fachmann mit der Berechnung des Schichtenaufbaus, dann haben Sie eine klare Aussage, die hier im Portal keiner geben kann, da die Situation vor Ort nicht genau bekannt ist.
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Dieter Ehlers Dipl.-Ingenieur, Architekt www.frag-einen-bauprofi.de www.bauemotion.de |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 05.07.2010
Beiträge: 3
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Hallo zusammen,
bei mir liegt die Sache ähnlich. Haus aus 1964, Kaltdach, Unterseite Dachziegel ist vom Dachgeschoss aus sichtbar, oberste Geschossdecke aus 18 cm Beton, darauf 5 cm Steinwolle + 20 mm Spanplatten (wahrscheinlich nachträglich gedämmt in der Zeit der ersten Ölkrise?). Ich wollte die Steinwolle rauswerfen und durch 2 Lagen (insgesamt 20 cm) Isover topdec loft ersetzen, Spanplatten wieder drauf. Aus den o.g. Artikeln habe ich schon gelernt, dass ich wegen der Betondecke keine Dampfsperre oder -bremse brauche. Was mache ich aber mit dem Anschluss an die Dachschrägen? Es ist kein Kniestock vorhanden. Auf den Außenmauern (der nicht-Giebelseiten) laufen jeweils Balken um, auf denen die Dachsparren aufgelegt sind. Erste Möglichkeit wäre, von der Geschossdecke bis zur Oberkante der Dämmung Bretter oder Spanplatten oder auch OSB an die Dachsparren von unten anzubringen, um einen glatten Abschluss für die Dämmung zu erzeugen und auch so die Stirnseiten der Dämmung durch ggf. eintretende Feuchte vom Dach dicht zu machen. Nachteil hierbei wäre, dass auf der Außenmauer keine Dämmung liegt und so eine Wärmebrücke nach oben bleibt (die die schimmelanfälligen oberen Zimmerkanten im vermieteten 1.OG nicht beseitigt ). Eine andere Möglichkeit wäre direkt unter den Dachlatten zwischen den Sparren Platten einzubauen (das wäre ein Haufen Arbeit ) und die Dämmung soweit wie möglich nach außen zu schieben.Jetzt meine Fragen: 1. Sollte ich lieber unter den Sparren oder soweit wie möglich außen abschließen? 2. Welches Material sollte ich günstigerweise dafür wählen? 3. Muss ich dort eine dampfsperrende oder -bremsende Schicht einbringen und wenn ja, wie? 4. Gibt es alternative Vorgehensweisen? Mit vielen Grüßen und der Bitte für's drüber-nachdenken, Baumuffel Ralf |
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Moderator
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Beiträge: 362
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Hallo baumuffel,
am besten wäre Ihr Problem zu lösen, wenn Sie die Fassade auch dämmen und die Dämmung mit der Deckendämmung verbinden. Dannn haben Sie keine Wärmebrücken mehr. (Alternative) Sonst ziehen Sie die Dämmung soweit wie möglich über die Fusspfetten, so heißen die Balken auf denen die Sparren liegen, nach außen. Am besten wird sich hier Mineralwolle einbauen lassen, weil sie flexibel ist. Denken Sie aber daran, die Lüftung über die Traufe zu erhalten und nicht alles dicht zu machen. Dampfsperrende Schichten brauchen Sie nicht, Kondensat wird sich durch die Kälterücke weiterhin an der Deckenkante bilden und kann nur durch kontrollierte Lüftung und Wärme abgeführt werden.
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Dieter Ehlers Dipl.-Ingenieur, Architekt www.frag-einen-bauprofi.de www.bauemotion.de |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 05.07.2010
Beiträge: 3
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Hallo Herr Ehlers,
danke für die Tipps. Die Fassade werde ich dämmen lassen. Da das aber alles eine Geldfrage ist, werde ich Stück für Stück vorgehen. Für dieses Jahr habe ich mir erstmal die oberste Geschossdecke vorgenommen, vielleicht Teile der Kellerdecke. Günstig wäre, wenn ich die Dämmung der obersten Geschossdecke so ausführe, dass die Wanddämmung dann angeschlossen werden kann. Was kann ich dafür tun? Wenn ich topdec loft benutze, muss dann auch die Wanddämmung aus Steinwolle sein? Wie würde die Verbindung aussehen? Meine Ziegel liegen sehr nah an der äußeren Kante der Außenwand. Dies Verbindung müsste so geschehen, dass am Dach nichts gemacht werden muss. Außerdem wäre diese Verbindung zwischen Wand- und Deckendämmung durch die Sparren unterbrochen und von unten durch die Fußpfetten und von oben durch die Ziegel geschwächt. Aus meinen Fragen können Sie ersehen, dass ich keine so rechte Vorstellung habe, wie diese Verbindung aussieht. Können Sie mir raten, was ich bei meiner Dämmung tun kann, damit ein Anschluss an die zukünftige Wanddämmung möglich bleibt. Vielen Dank, baumuffel Ralf |
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#10 (permalink) |
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Moderator
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Beiträge: 362
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Hallo baumuffel,
es wäre schon sinnvoll, für die Fassade und das Dach die gleiche Dämmung einzubauen. Dämmen Sie, wie geplant, die Dachdecke soweit sie kommen an die Traufe. Wenn dann die Fassadendämmung von unten in die Traufe läuft, muß wahrscheinlich sowieso einiges baulich geändert werden und dann können Sie absehen wie der Anschluss am besten auszuführen ist. Die Fassadendämmung sollten Sie außerdem von einer Fachfirma ausführen lassen, die hat dann sicher auch eine Lösung für einen fachgerechten Anschluss.
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Dieter Ehlers Dipl.-Ingenieur, Architekt www.frag-einen-bauprofi.de www.bauemotion.de |
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