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Neuer Benutzer
Registriert seit: 29.10.2009
Beiträge: 2
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Ich stehe vor einer schweren Entscheidung. Ein Haus, das mir von der Lage und Aufteilung gut gefällt (suche schon 15 Monate) ist innen mit viel Holz ausgestattet (Bj. 76) und der Staubtest hat einen Belastung mit PCP ergeben:
1,1mg per Kg : also genau über dem Grenzwert, aber dazu gibts ja Grenzwerte. Dass Holz, Teppiche und Tapeten rausmüssen ist klar. In drei Zimmern ist Rauhputz und das ist kritischer. Meine Angst ist einfach, dass nach dem Raussreissen doch noch eine Belastung vorhanden ist. Im Putz etwa. Ist wohl eine größere Aktion den Putz rauszureissen. Im Netz habe ich noch keine Berichte finden können über Erfahrungen NACH der Sanierung. Ich wäre dankbar für jede Hilfe! |
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#2 (permalink) |
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Moderator
![]() Registriert seit: 01.08.2008
Beiträge: 362
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Hallo SandraX,
Sie meinen wahrscheinlich PCB (polychlorierten Biphenylen), dass bis 1989 in Deutschland als Zusatzmittel in verschiedenen Baustoffen erlaubt war. Dazu zählen: Zusätze für Klebstoffe, Dichtungs- und Fugenmassen, Imprägnier- und Flammschutzmittel für Holz, Papier, Stoffe und Leder, Weichmacher in Kunststoffen. Diese Übersicht zeigt, in welchen Baustoffen PCB enthalten sein könnte. Wenn Sie, wie geplant, das Holz und die Bodenbeläge samt Kleber entfernen und die Räume anschließend gründlich reinigen und lüften, dann sollte sich die Belastung in einem Rahmen bewegen, der nicht mehr gesundheitsschädlich ist. (Das Abbruchmaterial ist Sondermüll!) Eine erneute Messung wird darüber Aufschluss geben. In ähnlichen Fällen hat man die Wände mit einer hochpigmentierten Farbe auf Acryl-Basis beschichtet, deren abschottende Wirkung gegen PCB-Ausgasungen im Laborversuch nachgewiesen wurde. Dabei muß allerdings bedacht werden, dass diese Beschichtung einen Einfluss auf die bauphysikalischen Eigenschaften des Wandaufbaus hat. (Wasserdampfdiffusion) Das wäre eine weitere Maßnahme um sicher zu gehen, dass von dem Putz keine weitere Belastung ausgeht. Der Putz ist in diesen Fällen nicht entfernt worden. Erfahrungen nach der Sanierung: Sie werden darüber vielleicht in einigen Jahren etwas finden, dass Ihnen aber heute nicht weiter hilft.
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Dieter Ehlers Dipl.-Ingenieur, Architekt www.frag-einen-bauprofi.de www.bauemotion.de |
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#4 (permalink) |
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Moderator
![]() Registriert seit: 01.08.2008
Beiträge: 362
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Hallo SandraX,
manchmal will man das verstehen, mit dem man schon mal zu tun gehabt hat. PCP ist im Baubereich aber fast genauso zu sehen wie PCB. Zu PCP habe ich folgendes gefunden: http://www.igutec.de/pcp_richtlinie.pdf In dieser Richtlinie wird sehr gut beschrieben, was bei einer Sanierung zu beachten ist.
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Dieter Ehlers Dipl.-Ingenieur, Architekt www.frag-einen-bauprofi.de www.bauemotion.de |
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