Hallo SandraX,
Sie meinen wahrscheinlich PCB (polychlorierten Biphenylen), dass bis 1989 in Deutschland als Zusatzmittel in verschiedenen Baustoffen erlaubt war. Dazu zählen: Zusätze für Klebstoffe, Dichtungs- und Fugenmassen, Imprägnier- und Flammschutzmittel für Holz, Papier, Stoffe und Leder, Weichmacher in Kunststoffen.
Diese Übersicht zeigt, in welchen Baustoffen PCB enthalten sein könnte. Wenn Sie, wie geplant, das Holz und die Bodenbeläge samt Kleber entfernen und die Räume anschließend gründlich reinigen und lüften, dann sollte sich die Belastung in einem Rahmen bewegen, der nicht mehr gesundheitsschädlich ist. (Das Abbruchmaterial ist Sondermüll!)
Eine erneute Messung wird darüber Aufschluss geben.
In ähnlichen Fällen hat man die Wände mit einer hochpigmentierten Farbe auf Acryl-Basis beschichtet, deren abschottende Wirkung gegen PCB-Ausgasungen im Laborversuch nachgewiesen wurde. Dabei muß allerdings bedacht werden, dass diese Beschichtung einen Einfluss auf die bauphysikalischen Eigenschaften des Wandaufbaus hat. (Wasserdampfdiffusion)
Das wäre eine weitere Maßnahme um sicher zu gehen, dass von dem Putz keine weitere Belastung ausgeht. Der Putz ist in diesen Fällen nicht entfernt worden.
Erfahrungen nach der Sanierung: Sie werden darüber vielleicht in einigen Jahren etwas finden, dass Ihnen aber heute nicht weiter hilft.
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